Alltagsprobleme Blick in die Zukunft
Die
am häufigsten vorkommenden Augenerkrankungen
(Simulator)
Glaukom (Grüner Star)
Dieser wird unter anderem ausgelöst durch ein unbemerktes Ansteigen des Augeninnendrucks. "Unter anderem" deshalb, weil es verschiedene Arten der Glaukomerkrankung gibt.
Der Augapfel drückt quasi auf den Sehnerv und schädigt ihn nach und nach. Das Fiese am Glaukom ist der Umstand, dass es oft unbemerkt zuschlägt. Der Beginn des Glaukoms verursacht in der Regel keine Schmerzen (mit Ausnahme des Winkelblockglaukoms) und liefert auch sonst keine Symptome auf sein Da sein. Erst bei einem evtl. auftretenden Glaukomanfall spürt man ggf. Augenschmerz, Kopfschmerzen, Übelkeit. Aber wer denkt dann gleich an ein Glaukom?
Der Sehverlust wird kaum oder eben meist zu spät erkannt, da das Gesichtsfeld zwar zunächst kleiner wird, die Stelle des schärfsten Sehens davon jedoch zunächst unberührt bleibt.
Deshalb ist eine regelmäßige Augenkontrolle besonders ab dem 40. Lebensjahr die sicherste Methode um das Glaukom zu erkennen und dann zu behandeln. Eine Heilung der schon zerstörten Netzhaut ist nicht möglich.
Auch wenn die Kosten dieser Augendruckmessung von ca. 15 Euro vom Patienten selbst übernommen werden müssen, so sollte es die Sache schon wert sein. Denn was sind schon 15 Euro, wenn man sich entspannt zurücklehnen kann mit der Gewissheit, dass alles in Ordnung ist.
Bei einem erhöhten Augeninnendruck muss man auch nicht gleich in Panik
geraten. Er liefert erst einmal nur ein Indiz, der den Augenarzt veranlasst,
gezieltere Untersuchungen vorzunehmen.
Hierbei handelt es sich um eine Trübung der Augenlinsen. Aus der Sicht des Betroffenen entsteht der Eindruck, als schaute er durch eine milchige Plexiglasscheibe. Das geht so weit, bis letztendlich fast gar nichts mehr zu erkennen ist.
Diese Augenerkrankung ist jedoch heilbar. Dem Patienten wird einfach die Augenlinse herausgenommen und durch eine künstliche Linse (Intraokularlinse) ersetzt. In der Regel lässt man den danach auftretenden Nachstar einmal vom Augenarzt mit einem YAG-Laser polieren. Und das war es dann.
Aber was wäre eine Regel ohne Ausnahme? In äußerst seltenen Fällen trübt sich Kammer, in der die Linse steckt, immer wieder ein. Leider kann ich ein Lied davon singen. Aber auch dies lässt sich mit einem YAG-Laser entfernen.
Da diese Form der Makuladegeneration selten vor dem 45. bis 50. Lebensjahr auftritt, spricht man hier von der senilen bzw. altersbedingten MD. Es gibt jedoch auch eine Juvenile Makuladegeneration (JMD), die im Kindesalter, meist ab dem 10. Lebensjahr, beginnt.
Auch hier gibt es wieder
verschiedene Arten: Die sog. "trockene" und die "feuchte" Makuladegeneration. Die
feuchte Makuladegeneration tritt zwar nur zu ca. 15 % in Erscheinung, ist
jedoch zu etwa 90 % für die schweren Sehbehinderungen verantwortlich.
Auf der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens (nur mit dieser Makula können
wir lesen, Gesichter und eben alle feinen Einzelheiten erkennen), sterben die
Sehzellen nach und nach ab. Die Sehschärfe lässt nach. Im Anfangsstadium lässt
sich der Verlust noch mit einer Lesebrille ausgleichen. Im fortgeschrittenem
Stadium lassen sich nur noch Umrisse erkennen. Lesen ist, wenn überhaupt, nur
noch mit technischen Hilfsmitteln (Bildschirmlesegerät, optoelektronische Lupen
etc.) möglich.
Das periphere Sehen (also das, welches sich nicht im Zentrum
befindet) bleibt den Betroffenen in den meisten Fällen noch erhalten. Eine Orientierung ist weiterhin gegeben.
Auch hier gibt es keine Heilung.
Der Krankheitsverlauf kann jedoch in einigen Fällen der feuchten MD durch eine Behandlung mit der Photodynamischen Therapie (PDT) zwar nicht ganz aufgehalten, jedoch zumindest verlangsamt werden.
Betroffen
hiervon sind – wie der Name ja auch schon verrät - Menschen, die unter einem
Diabetes (Zuckerkrankheit) leiden.
Die Diabetische Retinopathie ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus.
Auch diese Erkrankung verläuft sehr schleichend. Oft macht sich der Sehverlust
(verschwommenes, verzehrtes Sehen oder gar blinde Flecken) erst bemerkbar, wenn
die Netzhautmitte bereits geschädigt ist.
Durch
diese Erkrankung kann es aufgrund der Stoffwechselstörung zu Durchblutungsstörungen
der Netzhaut kommen. Weiter zu Ablagerungen, Blutungen und Veränderungen der
Venen.
Die regelmäßige augenärztliche Untersuchung ist unerlässlich, da es sonst im
schlimmsten Fall zu einer völligen Erblindung führen kann. Die richtige
Insulin-Einstellung des Diabetikers kann diese Augenerkrankung weitestgehend
verhindern.
Retinitis
pigmentosa
( Retinopathia
pigmentosa )
Dies ist eine Bezeichnung für eine erbliche, bislang noch unheilbare Augenerkrankung. Hierbei wird die Retina nach und nach zerstört.
Der Beginn der Krankheit äußert sich darin, dass zunächst das Nacht- und Dämmerungssehen stark beeinträchtigt wird (Absterben der Stäbchen). Das Gesichtsfeld verengt sich. Allmählich lässt das Farb- und Kontrastsehen nach, die Sehschärfe verringert sich (Absterben der Zäpfchen).
Im schlimmsten Fall führt diese Erkrankung zur vollen Erblindung. Sehr häufig jedoch bleibt ein kleiner, zentraler Sehrest erhalten. Der sogenannte Tunnelblick. Eine Orientierung ist oft nicht mehr möglich.
Diese Krankheit beginnt meist im jugendlichen Alter und verläuft wie die meisten Augenerkrankungen auch sehr schleichend, sodass es der Betroffene selbst erst sehr spät wahrnimmt.
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