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Was erwartet mich, wenn in meine Wohnung Vögel einziehen? |
Wer sich und den Vögeln eine herbe Enttäuschung ersparen möchte, der sollte sich über garantierte Unannehmlichkeiten im Klaren se4in. Wer danach immer noch nicht die Lust verloren hat, der kann ja meinen beiden Vögeln Felix und Fridolin lauschen, wenn sie im Anschluss daran das Wort ergreifen.
10 Gründe,
die gegen einen Vogelkauf sprechen könnten:
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1. Nymphensittiche sind keine Schmusevögel. Auch wenn sie noch so
goldig aussehen und in der Regel nach einiger Zeit sogar zutraulich werden
können. |
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2. Nymphensittiche sind Schwarmvögel. Sie fühlen sich nur wohl wenn sie zu mehreren gehalten werden. Je mehr, desto besser. Aber mindestens zwei Vögel halten, nie und nimmer einen Einzelvogel. Der Idealfall wäre bei der Anschaffung von zwei Vögeln ein gegengeschlechtliches Paar. Vertretbar wäre auch noch, sich erst einen Vogel zu holen und spätestens nach 2 Wochen den nächsten Nymphensittich. |
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3. Nymphensittiche können unter Umständen
sehr laut werden. Vor allen Dingen
dann, wenn ihnen nicht genug Beschäftigung geboten wird. Die Männchen „singen“ zwar
recht melodisch beim Balzen, dies muss aber nicht unbedingt auch für Nachbar´s
Ohren eine Wohltat sein. Wobei angemerkt
werden muss, dass "laut", "schrill" und "schön" immer
ein subjektives Empfinden darstellt. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Oder
anders ausgedrückt: De gustibus non est disputandum. |
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4. Nymphensittiche benötigen viel Bewegungsfreiheit. Omas Zeiten, in denen Vögel in einem viel zu kleinen Käfig gehalten wurden, keinen oder nur wenig Freiflug hatten, die sollten passee sein. Nichts gegen Oma, denn damals war das Wissen hinsichtlich der Bedürfnisse unserer Vögel wie Haltung und Sozialverhalten eben nicht so ausgeprägt. Solange sich der Vogel auf der Stange halten konnte, schien alles in Ordnung.
Heute denkt die Mehrzahl der Vogelhalter
zum Glück anders. Die Mindestanforderung der
Käfiggröße bei
zwei Nymphensittichen liegt bei 2 m x 1 m x 1.50 m, L/B/H (Lt. Gutachten
über Mindestanforderungen an die Haltung von Papageien vom Bundesministerium
für Ernährung, Forsten und Landwirtschaft - Referat Tierschutz).
Ein kleinerer Käfig ist nur dann vertretbar, wenn ganztägiger Ausgang gewährleistet ist. Und zwar täglich. Aber auch bei einem größeren Käfig ist der tägliche Freiflug unverzichtbar. Das ist wirklich ein absolutes Muss für jeden Vogel. Bei den Freiflügen sollte man auch anwesend sein, zumindest in den ersten Wochen. Und das bedeutet wiederum Zeitaufwand, denn |
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5. Nymphensittiche lieben es, Möbel, Tapeten, Kabel, Bücher anzuknabbern. Trotz reichlichem Angebot an frischen Ästen oder anderen Knabbergelegenheiten. Sie sind durchaus in der Lage, einen Reißwolf zu ersetzen :-)). Deshalb sollte man auch darauf achten, dass |
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6. Nymphensittiche vor Gefahren im Haushalt geschützt werden müssen. Dass die Fenster geschlossen sein sollten, das versteht sich von selbst. Elektrokabel können ebenso zum Verhängnis werden wie Schränke und Regale, hinter die sie fallen und steckenbleiben können, Vorhänge mit Bleisaum (absolut tödlich wg. Vergiftung), große Vasen in die sie hereinplumpsen könnten, Zimmerpflanzen (sehr oft giftig) und und und. D. h., die Bude muss vogelsicher gemacht werden. Sonst bleibt nichts anderes übrig als stundenlange Beobachtungen, wie ,wo und womit die Geier schon wieder ihr Unwesen treiben. Denn Nymphensittiche sind überaus neugierig. Ja, und das alles benötigt Zeit. Viel Zeit! Apropos: |
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7. Nymphensittiche werden bis zu 20 Jahre alt. In einigen Fällen sollen sie sogar schon das biblische Alter von fast 30 Jahre erreicht haben. Die Anschaffung ist also eine Anschaffung fürs Leben. Allein aus diesem Grund sollte der Erwerb eines Vogels wohl bedacht sein. Wohin mit dem Tier im Urlaub? Ist für Betreuung gesorgt, wenn einem spontan die Lust nach einem Wochenendausflug übermannt? Wer pflegt den Nymphie bei Krankheit (Krankenhausaufenthalt)? Alleine diese Fälle sollten Grund genug sein, sich für eine große Voliere zu entscheiden. Und wo wir gerade beim Thema Krankheit sind: |
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8. Nymphensittiche können im schlimmsten Fall leider mal krank werden. Denn sie sind auch nur Menschen :-)). Ein Tierarztbesuch ist dann unerlässlich. Und das kann unter Umständen teuer werden. Wie jeder weiß, arbeiten Ärzte in der Regel nicht für lau. Womit wir auch schon kurz mal das Thema Kosten gestreift hätten, vom Futter, Mineralsteinen, Sepiaschalen, Voliere, Einstreu, usw. einmal ganz abgesehen. |
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Nymphensittiche sorgen zudem dafür, dass sich die Besitzer plötzlich zu Tätigkeiten hinreißen lassen , die partout nicht unbedingt zu jedermanns/frau Lieblingsbeschäftigung zählen; nämlich dem täglichen Staubwischen und Staubsaugen. Das Knacken von Vogelfutter lässt den Vogel zwar zufrieden und satt werden, allerdings schleudern dabei reichlich Spelzen durch die Gegend. Beim Freiflug fällt Vogelstaub ( by the way, zufällig allergisch gegen Vogelstaub?) und hin und wieder klatscht auch mal ein Klecks aus einer der südlich gelegenen Öffnung des Vogels auf den Boden, die Möbel, den Sessel, die Couch – ganz wie und wo den Vögeln danach ist :-). Anders ausgedrückt: Vögel machen Dreck. Also nicht unbedingt etwas für Reinheitsfanatiker. Und nix für Sofasofties, die ihren Hintern nicht von der Couch bekommen. Denn außer der Dreckbeseitigung steht schließlich auch noch die regelmäßige Volierenreinigung bevor. Die Naturäste, aus denen die Sitzstangen sein sollten, müssen von Zeit zu Zeit mit heißem Wasser gereinigt werden und irgendwann auch mal erneuert werden. Ebenso der Vogelbaum, der in keiner Vogelwohnung fehlen sollte. Das Bedarf eines heimlichen Besuches mit versteckter Säge unterm Mantel in Nachbars Garten ( nein, nicht wirklich). Alles in Allem bedeutet dies , um es nun endlich auf den Punkt zu bringen: Molto lavoro. Viel Arbeit. |
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10. Last but not least ist es auch angebracht, die Wohnung nach anderen Haustieren zu durchsuchen. Sind zufällig noch andere Tiere anwesend? Mal unterm Tisch geguckt, im Schrank nachgesehen oder kurz mal die Bettdecke angehoben und dabei Hund, Katze, Pferd, Silberfische entdeckt? Letztere Kategorie stellt bzgl. des friedlichen Zusammenlebens sicherlich das geringste Problem dar. Alle anderen Tiere könnten - müssen jedoch nicht - problematisch werden.
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Hättest du nicht gedacht, oder?
Mal ehrlich, hast du bei einem einzigen Abschnitt eben mal kurz geschluckt, ist dir der Satz "uups, daran habe ich nicht gedacht" durch den Kopf geschossen oder siehst du dich gar vor ein unlösbares Problem gestellt? Steht just in diesem Moment der Notarzt vor der Tür, weil du den Mund nicht mehr zubekommst und sich die Anzeichen eines Herzstillstandes bemerkbar machen?
Dann überlege dir den Kauf noch einmal
gründlich!
Die Vögel laufen dir schon nicht weg.
Handel einfach guten Gewissens nach dem Motto: Was du heute kannst besorgen, dass verschieb auf
übermorgen.
Wenn du dir aber über alle bevorstehenden Unannehmlichkeiten bewusst bist, dir sogar noch von mir nicht genannte Grausamkeiten eingefallen sind, dann scheinst du hier richtig zu sein.
Meine beiden Vögel Felix und Fridolin werden nun das Wort ergreifen.
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Auf die Plätze..... |
Fertig.... |
Los! |
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Wer
wir sind
Was wir uns wünschen
Unser Fresschen
Gefahren im Haushalt
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