Augenerkrankungen
- Simulator
Alltagsprobleme
Blick in die Zukunft
"Was siehst du eigentlich?"
werden Sehbehinderte
sehr häufig von ihren Freunden, Bekannten und auch Fremden
gefragt: „Wie siehst du denn, was kannst du denn eigentlich sehen?“ Auf die
Frage:
"Kannst du erkennen, ob die Ampel Grün oder Rot anzeigt?" kommt dann
oft die Antwort: "Welche Ampel?"
Dies mag für den einen oder die andere vielleicht komisch wirken, gehört für
die Betroffenen jedoch leider zum traurigen Alltag. Für einen normal Sehenden
ist die Vorstellung einer visuell gestörten Wahrnehmung eben äußerst
schwer vorstellbar.
Anhand
einiger Foto-Simulationen versuche ich in groben Zügen
darzustellen, wie ein Sehbehinderter mit der betreffenden Augenerkrankung seine
Umwelt wahrnimmt.
Um es gleich vorweg zu sagen, eine genaue Simulation wird man anhand von Bildbeispielen natürlich nicht vermitteln können. Nur eben so einen ungefähren Eindruck dessen, was Sehbehinderte je nach Augenerkrankung und deren Verlauf wahrnehmen.
Denn Sehbehinderung ist nicht
gleich Sehbehinderung . Es gibt unzählige Varianten, je nach Krankheitsbild
und Verlauf der jeweiligen Krankheit. Auch gibt es leider Fälle, in denen die
Betroffenen mit mehreren Erkrankungen der Augen leben müssen.
In einigen Sätzen möchte ich versuchen, die
häufigsten Augenerkrankungen kurz zu
beschreiben.
Vielleicht gelingt es mir wenigstens in ganz groben Zügen auch die alltäglichen Schwierigkeiten eines Sehbehinderten einigermaßen zu übermitteln. Die Augenärzte und Spezialisten mögen mir meine vereinfachte Darstellung verzeihen.
Stäbchen und Zäpfchen
Zunächst einmal sollte man auch wissen, dass die Sehzellen (Photorezeptoren) der Netzhaut (Retina) aus Stäbchen und Zäpfchen bestehen, wobei die Stäbchen die Aufgabe des peripheren Sehens übernehmen (Orientierung) und unter anderem auch für das Nacht- und Dämmerungssehen verantwortlich sind. Die Zäpfchen hingegen befinden sich überwiegend in der Netzhautmitte (Makula) und übernehmen außer dem Farbsehen auch das Scharfsehen. Ohne diese Zapfen wäre das Lesen oder das Erkennen von feinen Details nicht möglich.
Auf der nächsten Seite versuche ich nun eine ungefähre Simulation darzustellen, wie der Betroffene mit den verschiedenen Erkrankungn seine Umgebung wahrnimmt.