<zurück   <Wer wir sind       
Unser Fresschen >
 Gefahren im Haushalt>
weiter>

Was wir uns wünschen:

Eigentlich wünschen wir uns nur, dass wir artgerecht gehalten werden. Nun ja, so absolut artgerecht, das ist eigentlich  kaum machbar. Denn dann müssten wir ja zurück nach Australien. Aber ob wir das wirklich wollen? Der lange Weg dorthin.... Und außerdem sind wir uns ja gar nicht so sicher, ob wir dieser Freiheit überhaupt noch gewachsen wären. Wir müssten  unter härtesten Bedingungen selbst Futter suchen, uns in der freien Natur überhaupt erst einmal wieder zurechtfinden.... 

Das dies so nicht möglich werden kann, das begreifen wir ja. Aber vielleicht könnt ihr ja dafür Sorge tragen, dass zumindest ein Schritt in diese Richtung getan wird. 

Und einer der größten Schritte in diese Richtung wäre das Dazugesellen mindestens eines zweiten Nymphensittichs.  Denn wie bereits schon erwähnt wurde, sind wir Schwarmvögel. 

Bewegungsfreiheit

Weiterhin muss für uns auch die Möglicheit der freien Bewegung gegeben sein. So gut es eben geht.  Denn ihr müsst wissen, dass wir Nymphensittiche in der freien Natur absolut geschickte und schnelle Flieger sind. Das liegt uns im Blut und das Fliegen benötigen wir ebenso wie die Luft zum Atmen.            

Das macht Laune

Da viele von uns sich in der Regel leider bei den Menschen nicht ununterbrochen frei bewegen dürfen (wohl dem, dessen Herrchen und Frauchen eine Freivoliere mit Schutzhaus oder ein Vogelzimmer besitzt), solltet ihr auf unsere Behausung mal ein Augenmerk richten. Wie sollte unser Heim aussehen?

Die Immobilie

Schlimm genug, dass die meisten unserer Artgenossen ihr Dasein in Käfigen verbringen müssen. Uns ist noch nie zu Ohren gekommen, dass man z. B. einen Hund oder eine  Katze in einem Käfig einsperrt. Darum ein kurzes Augenmerk auf unsere Immobilie:

Was die Größe unserer Behausung betrifft, da können wir nur sagen, dass ein Käfig nie zu groß sein kann. Es gibt (leider) nur zu kleine Volieren, aber niemals zu große.

Die Mindestanforderung des Käfigs von 2m x 1m x 1m (L/B/H) für ein Paar unserer Artgenossen  sollte also schon gewährleistet sein. Täglichen Freiflug natürlich vorausgesetzt. Viel wichtiger als die Höhe der Behausung ist natürlich die Länge. Ein paar Flügelschläge sollten schon möglich sein.

Wie bereits schon erwähnt, benötigen wir viel  Bewegungsfreiheit.  In Minikäfigen von einer Stange zur nächsten zu hüpfen, das reicht uns eben nicht. 

Flügelstrecken zur Stärkung der Muskulatur

 

 

Diese Bewegung wäre in einem kleinen Käfig fast unmöglich Wir möchten uns im Käfig recken und strecken können und auch mal kopfüber nach unten hängen lassen; mit ausgebreiteten Flügeln. Und dabei auch ein bisschen  flattern.

Sollte unser Käfig tatsächlich kleiner sein, dann wollen wir aber gefälligst den ganzen Tag Ausgang haben und nur zum Schlafen in diese vergitterten Höhlen. Apropos vergittert: Nach Möglichkeit sollten die Volieren horizontal angebrachte Gitterstäbe besitzen. Da können wir nämlich viel besser klettern.

Gitterstäbe nicht vertikal

sondern horizontal

Nicht so, sondern

so!

Unser Mobiliar

Wo wir schon einmal beim Klettern sind, die Sitzstangen dürfen ruhig aus Naturhölzern sein. Alle Arten von Obstbaumhölzern sind hierzu geeignet, ebenso wie Ahorn-, Buchen-, Birken-, Eichen-, Holunderhölzer oder Pappel ebenso wie alle Nussbaumhölzer. Vor dem Anbringen natürlich gründlich mit heißem Wasser reinigen.

Und die Hölzer sollten so dick sein, dass wir sie mit unseren Füßen nicht vollständig  umfassen können. Das ist gemütlicher für uns und hat den Nebeneffekt, dass sich unsere Krallen abwetzen. Außerdem ist viel mehr Möglichkeit zum Knabbern gegeben. 

Ideal wären Sitzstangen unterschiedlicher Dicke. Dann könnten wir so ganz nebenbei auch unsere Fußmuskulatur trainieren und der Weg ins Fitnesscenter bliebe uns erspart. 

Unterschiedlicher Durchmesser der Äste -hier sitze ich auf einem dünnen Zweig- sind gut für die Fußmuskulatur

Fußmuskulatur-Training

 Durch unterschiedlichen Umfang der Zweige ersparen wir uns den Weg ins Fitnesscenter.

.
So wetzt man sich die Krallen natürlich nicht ab.

 

Ach ja, für unseren Schnabel wirkt sich  das Beknabbern von Holz auch äußerst günstig aus. Er wird ebenso wie die Krallen abgenutzt und das lästige Krallen- und Schnabelschneiden könnte entfallen. Von den Mineralien, die dadurch aufgenommen werden, mal ganz zu schweigen.

Was die Anordnung der Sitz/Schlafstangen betrifft, so wäre es schön, wenn ihr sie recht hoch hängen würdet. Aber natürlich nicht gleich so hoch, dass wir die Decke mit unserer Haube berühren. Aber das versteht sich ja von selbst, nicht wahr? 

Ich will hoch hinauf 

Ein Kletterseil ist zwar kein Ersatz für einen Kletterbaum, aber dennoch eine willkommene Abwechslung unserer Freizeitbeschäftigung.

Das Wasser und unser Fresschen muss natürlich auch leicht zugänglich sein. Und natürlich  t ä g l i c h  gewechselt werden. Wir beide haben das Glück, dass sich unser Futter nicht nur im Käfig befindet, sondern zusätzlich an einem festen Platz im Wohnzimmer. Für jeden Vogel natürlich ein eigener, flacher Napf.  

Flache Näpfe sind unbedingt den hohen Behältern vorzuziehen.

Das ist zwar kein flacher Napf, aber hier kommt auch Leckeres raus...

Fridolin hat seinen Napf und ich ..

äähm, ja, also DAS soll man eigentlich nicht tun *schäm*

"Auswärts" speisen oder lieber "daheim"?

Das Trink- bzw. Badewasser befindet sich bei uns auch zusätzlich außerhalb des Käfigs. Das geht natürlich nur, weil unsere zweibeinigen Mitbewohner uns nicht tagsüber hinter Gittern sehen können und wollen. Und weil sie eben nicht allzu empfindlich sind, was unseren Dreck und unsere Knabberleidenschaft angeht. Gegen den Dreck hat schließlich ein kluger Erfinder Namens Hubert Cecil Booth im Jahre 1906 den Staubsauger erfunden. 

Wer von euch allerdings nicht die Möglichkeit hat, seine Vögel den ganzen Tag draußen zu lassen, der sollte eben schon darauf achten, dass Futter und Wasser nur im Käfig angeboten werden. Warum? Ja, weil wir uns kennen! Der einzige Grund, freiwillig in die vergitterte Behausung zurückzukehren, ist der Hunger. Ihr würdet uns sonst nie und nimmer zurück in die Voliere bekommen. Wir kennen Artgenossen, die haben ihre Besitzer schon in den Wahnsinn getrieben. 

Und da ist eben das Futter die einzige Möglichkeit. Denn fressen müssen wir. Unser Vogelorganismus hat eine unglaublich schnelle Energieverbrennung, sodass wir nicht viel länger als 24 Stunden ohne Nahrung auskommen können.

Beschäftigung

Gegen das Beknabbern der Möbel, na ja, also da ist zum Leidwesen unserer Flügellosen bisher noch nichts wirklich Hilfreiches erfunden worden. 

Um unsere Knabberleidenschaft an Möbeln wenigstens so einigermaßen einzudämmen,  sollten nicht nur im Käfig Äste und Zweige angebracht sein. Reichlich Holz   v o r  der Hütte ( diesen Satz habe ich mal von meinem Herrchen gehört, als er von einer Bekannten gesprochen hat. Ob die wohl auch Vögel hat?) sollte ebenso vorhanden sein. Und zwar in Gestalt richtiger  Kletterbäume. 

                               

 

Das hat auch den Vorteil, dass wir uns nicht laufend mit dem Beknabbern von Tapeten, Büchern  und dergleichen beschäftigen müssen. Obwohl wir das trotzdem sehr, sehr gerne tun. Zum Leidwesen unserer Mitbewohner.

Bücher habe ich zum Fressen gern....

Und zum Standort unserer Unterkunft würden wir uns natürlich sehr wünschen, dass dieser zwar hell sein sollte, sich jedoch keinesfalls in der prallen Sonne befinden darf. Eine Ausweichmöglichkeit muss unbedingt vorhanden sein. Dieses Problem haben wir zwei beide zum Glück nicht, da wir ja den ganzen Tag Ausgang haben. 

Prima Klima

Ach ja, noch eine kleine Bitte an euch Vogelhalter: Bitte keine  zu trockene Luft. Gerade im Winter entsteht furztrockene Heizungsluft, die weder für die menschlichen noch für unsere Atemwege gesund sind. Eine Luftfeuchtigkeit um etwa 70 Prozent wäre ideal. Wer keine teuren Luftbefeuchter kaufen möchte, der kann auf ganz konventionelle Art und Weise für Abhilfe sorgen. Verzichtet einfach mal auf den tollen Wäschetrockner und hängt eure feuchte Wäsche zum Trocknen in der Wohnung auf. 

Von den Gefäßen, die man direkt an die Heizung hängen kann, raten wir ab. Denn diese entwickeln sich nach einiger Zeit zu wahren Keimschleudern. Und dies ist weder für uns noch für euch Menschen angenehm.

Und was die richtige Ernährung betrifft, da gehen wir mit der Meinung unserer Pfleger nicht so ganz konform. Die sind nämlich der Meinung, dass Salzstangen und Chips nix für uns seien. Die begründen das immer damit, wir könnten krank werden und sogar von Nierenversagen ist die Rede. Dabei essen wir das doch sooo gerne. 

Was wir sonst so aufgetischt bekommen, das erzählen wir euch im nächsten Kapitel.

Seitenanfang
Unser Fresschen
Gefahren im Haushalt
<zurück
<<Startseite<<